Leistungen unserer Praxis für Logopädie

Logopädische Therapieangebote für Kinder und Erwachsene

Wartezimmer der Logopädiepraxis in Bad Driburg Wartezimmer der Logopädiepraxis in Bad Driburg

Störungen und Verzögerungen der Sprachentwicklung

Artikulationsstörung / Dyslalie
Bei Artikulationsstörungen ist die Aussprache von einzelnen oder mehreren Lauten gestört. Ursächlich kann von einem  Ungleichgewicht der orofazialen Muskulatur oder einem inkorrekt erlernten  Artikulationsort ausgegangen werden.

Autismus
Die Symptome bei Autismus sind je nach Unterform unterschiedlich stark  ausgeprägt und betreffen verschiedene Bereiche wie die Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Beziehungen und die Beeinträchtigung der Kommunikation. Es zeigen sich häufig sprachliche Besonderheiten wie z.B. ungewöhnliche Betonungen, Geschwindigkeit oder Tonhöhe beim Sprechen.
Weitere Sprachbesonderheiten sind das ständige Wiederholen bestimmter Worte  und Sätze, die Verwendung von <du> anstelle von <ich> und das Erfinden von  Worten.

Dysgrammatismus
Bei Dysgrammatismus zeigen sich Probleme in der Grammatik wie z.B. inkorrekte Verwendung von Artikeln, falsche Beugung von Verben, fehlerhafter Satzbau oder fehlerhafte Verwendung von Plural.

Kindliche Stimmstörungen
Stimmstörungen bei Kindern machen sich durch länger anhaltende Heiserkeit ohne akuten Infekt bemerkbar. Die Stimme ist wenig belastbar und kann manchmal ganz wegbleiben. Sie kann rau und gepresst oder kraftlos und behaucht klingen. Es können funktionelle oder organische Ursachen zugrunde liegen.  

Kindliches Stottern
Stottern äußert sich in Form von unfreiwilligen Wiederholungen von Lauten und Silben bzw. Dehnungen oder Blockierungen von Lauten (stummes Verharren in einem Wort), wobei Zeichen von Anstrengung sichtbar oder hörbar sein können. Diese Symptome werden als Kernsymptomatik bezeichnet, da sie das eigentliche Stottern darstellen. Psychische Reaktionen wie Sprechangst, Wut und Scham über das Versagen beim Sprechen, können hinzukommen. Die Lebensqualität kann durch psychische Reaktionen stark beeinträchtigt sein, selbst  wenn die Kernsymptomatik nur gering ist.  

Myofunktionelle Störungen
Myofunktionelle Störungen äußern sich durch ein ungünstiges Schluckverhalten, bei dem die Zunge beim Schluckvorgang zu stark gegen die Zähne drückt. Ein solches auffälliges Schluckverhalten entsteht auf der Basis eines muskulären Ungleichgewichtes im orofazialen Bereich, was zu Zahnfehlstellungen führen kann.

Sprachstörungen

Aphasien - z.B. Sprachstörungen nach Schlaganfall
Störungen der Sprache bei Erwachsenen können unterschiedliche Ursachen  haben. Immer liegt jedoch eine Störung im Bereich des Sprachzentrums des  Gehirns vor. Ursachen hierfür können ein Schlaganfall, unfallbedingte Hirnabbauprozesse sein. Eine Aphasie wirkt sich meist auf die unterschiedlichen sprachlichen Ebenen wie Lautbildung, Wortbedeutung, Satzbau und auf die verschiedenen Sprachverarbeitungskanäle wie Sprechen, Verstehen, Schreiben  und Lesen aus. 

Stimmstörungen

Stimmstörungen äußern sich in länger bestehender Heiserkeit ohne akuten Infekt, eingeschränkter Belastbarkeit der Stimme, Schmerzen und/oder einem Fremdkörpergefühl im Kehlkopf und können funktionelle oder organische Ursachen haben. 

Form der Stimmstörungen
Man unterscheidet zwischen der hyperfunktionellen und hypofunktionellen Stimmstörung. Bei einer hyperfunktionellen Stimmstörung ist die Stimme heiser, rau, gepresst, angestrengt und ermüdet bei Belastung. Die hypofunktionelle Stimmstörung zeichnet sich durch eine heisere, schwache und behauchte Stimme  aus.

Funktionelle Störungen
Bei der funktionellen Stimmstörung ist keine organische Veränderung ursächlich. Die funktionelle Stimmstörung entsteht durch mechanische Fehlbelastung der Stimme und ist die häufigste Form der Stimmstörungen (oftmals bei Sprechberuflern wie z.B. bei Lehrern).

Sekundär organische Stimmstörungen
Werden funktionelle Stimmstörungen nicht behandelt, können sich sekundär  organische Stimmstörungen entwickeln, die sich in Form von Stimmlippenknötchen, Kontaktgranulome, Stimmlippenpolypen, Reinke´sche Ödemen äußern.

Psychogene Stimmstörungen
Eine psychogene Stimmstörung kann sich in ihrem Klangbild der hyper- oder  hypofunktionellen Stimmstörung äußern. Ursache der Stimmveränderung sind starke psychische Belastungen (wie z.B. Trauma, beruflicher Stress, Beziehungskonflikte).  

Kehlkopflähmungen
Die Kehlkopflähmung ist eine teilweise oder vollständige Lähmung der gesamten  Kehlkopfmuskulatur, mit einer Fehlstellung bzw. Bewegungseinschränkung der Stimmlippen. Die häufigste Ursache für eine Kehlkopflähmung ist eine Schädigung  des Nervus laryngeus recurrens (Rekurrensnerv), der die Kehlkopfmuskeln versorgt. Diese Verletzungen können u.a. durch Schilddrüsenoperationen, Halswirbelsäulenoperationen, Operationen am Herzen und durch Intubation hervorgerufen werden. 

Sprechstörungen

Dysarthrien / Dysarthrophonien
Dysarthrien bzw. Dysarthrophonien treten auf, wenn die Verarbeitung des  Sprechens im Gehirn z.B. durch einen Schlaganfall bzw. eine neurologische  Erkrankung wie Parkinson gestört ist. Die Aussprache wird oft insgesamt  undeutlich, weil vor allem die Beweglichkeit von Zunge, Lippen und Gaumensegel  eingeschränkt ist. Gleichzeitig kann aber auch die Stimme verändert und die  Atmung beim Sprechen auffällig sein.

Sprechapraxie
Bei einer Sprachapraxie liegt das Problem in der Sprechplanung, d.h. die einzelnen Artikulationsbewegungen können nicht ausreichend kontrolliert erfolgen, obwohl die Muskulatur prinzipiell die erforderlichen Einzelbewegungen ausführen kann.

Stottern / Poltern                                                                                                  
Stottern ist durch unfreiwillige Wiederholungen von Lauten und Silben bzw. Dehnungen oder Blockierungen von Lauten gekennzeichnet, wobei Zeichen von Anstrengung sichtbar oder hörbar sein können. Es gibt Begleitsymptome, um ein Stotterereignis zu beenden, das können Mitbewegenden des Kopfes oder Körpers sein oder Begleitsymptome vor dem Stottern wie Flüstern, Einschieben von „ähm“ oder anderen Interjektionen.

Poltern zeigt sich in schnellem und / oder unregelmäßigem schwankendem Sprechtempo. Es treten dabei Verschmelzungen, Auslassungen von Lauten, Silben, Wörtern oder ganzen Wortphrasen auf. Das undeutliche Sprechen wird von den Betroffenen zwar bemerkt, kann aber nicht kontrolliert werden. Es können Sprechängste auftreten.

Mutismus    
Mutismus ist eine Kommunikationsstörung, bei der keine Defekte der Sprachorgane oder des Gehörs vorliegen. Selektiver Mutismus bedeutet, dass die Betroffenen unter bestimmten Bedingungen nicht sprechen können, in anderen Situationen aber altersgerecht sprechend kommunizieren. Häufig begleitet ist die Störung von sozialen Ängsten oder Schlafstörung.

Schluckstörungen

Schluckstörung (Dysphagien)
Schluckstörungen bei Erwachsenen können in Verbindung mit neurologischen Erkrankungen, wie z. B. MS oder nach einem Schlaganfall auftreten. Es kann im Alter zu Schluckproblemen kommen oder als Folge von Operationen. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und hängen von der Ursache ab. Es kann Lebensgefahr bestehen, wenn durch falsches Schlucken Nahrungsreste in die Luftröhre gelangen.